Unter dem Motto „Handlungsfähige Städte jetzt! Für ein starkes NRW“ kamen rund 500 Delegierte und Gäste zur Mitgliederversammlung des Städtetages NRW in Oberhausen zusammen. Im Mittelpunkt standen die dramatische Finanzlage vieler Kommunen, der Investitionsstau und die wachsenden Anforderungen bei Bildung, Betreuung, Sicherheit, Digitalisierung, Wohnen und Klimaanpassung.
Die Städte machen deutlich: Die Übernahme kommunaler Altschulden ist ein wichtiger Schritt, reicht aber allein nicht aus. Damit Städte ihre Aufgaben dauerhaft erfüllen können, brauchen sie eine strukturell bessere Finanzausstattung und einen höheren Anteil an den Steuereinnahmen. Andernfalls geraten Investitionen und freiwillige Angebote – vom Sport bis zum Nahverkehr – zunehmend unter Druck.
Kommunale Handlungsfähigkeit ist dabei nicht allein eine Haushaltsfrage. Sie entscheidet auch darüber, ob öffentliche Leistungen verlässlich erbracht werden und das Vertrauen der Menschen in Staat und Demokratie erhalten bleibt.